MomToBe,  Schwanger

Mein Bericht zum Geburtsvorbereitungskurs Teil 1

Was für eine wirklich schöne und entspannte Zeit – dieser Satz trifft wohl am meisten auf meinen Geburtsvorbereitungskurs zu. Nachdem ich meine Hebamme in der 14 Woche fix hatte, habe ich mich über das komplette Kursangebot für Schwangere in Ihrer Hebammenpraxis informiert. Neben dem Geburtsvorbereitungskurs gibt es dort auch Yoga für Schwangere, Stillberatung, Säuglingspflege, Erste-Hilfe-Kurse und regelmäßige Treffen für die Mamis im Viertel. Das Angebot ist wirklich spitze und da ich mich dort sehr wohl fühlte, hatte ich mich direkt für ein paar Kurse angemeldet.

Zur Geburtsvorbereitung habe ich mich für einen sieben Wochen Kurs, jeden Donnerstagabend, entschieden. Da in der Hebammenpraxis nur begrenzt Platz ist, sind die Kurse sehr schnell ausgebucht. Ich hatte Glück und habe mit Chris einen der letzten Plätze erwischt. Eigentlich verrückt – da sind gerade mal die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft rum und es geht los mit Deadlines einhalten, sich überall anmelden, sich auf die Suche nach einer Hebamme und Geburtsklinik machen etc. Das hat mich etwas an die Hochzeitsplanung erinnert – sobald man verkündet hat, dass man verlobt ist, prasseln Fragen wie: „Habt ihr bereits ein Datum, eine Location, einen Fotografen und einen DJ/Band?“ Gewisse Lifetime Events haben einen so verrückten Vorlauf und nach der ersten Euphorie kommt schnell die To Do Liste.

7 Wochen Kurs oder doch lieber ein Wochenendkurs zur Geburtsvorbereitung?

Neben dem sieben Wochen Kurs hat meine Hebammenpraxis auch einen Wochenendkurs angeboten. Der Kurs eignet sich besonders gut für Paare, die unter der Woche wenig Zeit haben oder beruflich viel unterwegs sind. Diese „Crash-Kurse“ bieten auch viele Krankenhäuser an. Da grundsätzlich überall die gleichen Inhalte vermittelt werden, ist es einfach Geschmacksache und ein Zeitthema. Mir persönlich war wichtig, meine Schwangerschaft mit all Ihren Phasen zu genießen und wo es möglich war, lange etwas davon zu haben. Daher unsere Wahl zum sieben Wochen Kurs.

Tee, Kerzenlicht, Haribo und Gemütlichkeit im Geburtsvorbereitungskurs

Ich habe mich bereits Tage vor dem ersten Abend auf den Start des Kurses gefreut und war super euphorisch die anderen MomtoBe´s aus Giesing kennenzulernen. Als ich in die Praxis kam und sah was auch mich wartete, war ich sehr glücklich – überall auf dem Boden waren Yogamatten, pro Platz ein Stillkissen sowie zwei weitere Kissen. In der Mitte des Raumes standen Tassen, Gläser, Wasser und Tee, Gummibärchen zum Naschen und Kerzen für gemütliches Licht. Kein Wunder also, dass ich mich direkt wohl gefühlt habe.

Langsam füllte sich der Raum mit den anderen Mamis und die liebe Hebamme Vroni begrüßte uns. Sie gab uns eine kurze Einführung in den Kurs, hat uns mitgeteilt was uns in den kommenden Wochen erwartet und uns animiert jeder Zeit Fragen zu stellen. Ihr war wichtig, dass wir uns alle wohl fühlen, in gemütlicher Frauenrunde zusammensitzen und über unsere Schwangerschaften mit all Ihren Herausforderungen sprechen. Sie hat mir das Gefühl gegeben, in einem geschützten Raum zu sein und alles ansprechen zu können, was mir auf der Seele brennt. Das fand ich wunderbar. Mit zehn Frauen ist der Kurs super gemütlich und intim.

Ablauf der ersten Kursabende und ein schöner Austausch unter „Freundinnen“

Wir bald Mamis haben uns alle vorgestellt, mitgeteilt in welcher Schwangerschaftswoche wir sind, welche Herausforderungen wir bereits hatten, welchen Beruf wir ausüben, wie lange wir noch arbeiten und wo wir entbinden wollen. Wir sollten uns am ersten Abend Gedanken dazu machen, welche Erwartungen wir an den Kurs haben, welche Punkte vermittelt werden sollen und welche Inhalte an den beiden Partnerabenden, mit den Männern, unbedingt angesprochen werden sollten.

Der erste Kursabend ging von 19:00-21:00 Uhr und wir hatten neben der Vorstellungsrunde und den einzelnen Geschichten zur Schwangerschaft auch viel über die Abläufe in den Kliniken, die Anzeichen der bevorstehenden Geburt und die Untersuchungen beim Frauenarzt gesprochen. Es fühlte sich nie wie eine Schulung oder ähnliches an, sondern immer wie ein Austausch unter Freundinnen.

Der Weg des Babys, Wehen, und etwas Hecheln

Am zweiten Kursabend ging es vorranging über die Geburt und welchen Weg das Baby auf sich nimmt, um auf die Welt zu kommen. Wir haben über die verschiedenen Geburtsschritte, die unterschiedlichen Wehen Phasen und die Hormone gesprochen, die bei der Geburt ausgeschüttet werden. Außerdem übten wir unterschiedliche Atemübungen und Geburtsstellungen, um herauszufinden, wie es sich in welche Position anfühlt zu atmen.

Es ist schon verrückt, wie wir durch die Medien, ein verfälschtes Bild einer Geburt erhalten. Da ich mich bis zu meinem Geburtsvorbereitungskurs nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, war mir einfach nicht klar, welche einzelnen Schritte es gibt. Auch, dass die Frau liegend im Bett nicht ihre ganze Kraft einsetzten kann, sondern viel besser in einer aufrechten Beckenlage (kann im Sitzen, auf Knieen, im Vierfüßler oder im Stehen sein) gebären sollte. Vroni, unsere Hebamme erklärt alles so einleuchtend und es machte richtig Spaß, so viel über das Thema Geburt, den Weg des Babys und die beteiligten Hormone zu erfahren.

Die aufregenden zwei Partnerabende mit unseren Männern

Im Fokus der beiden Männerabende standen nochmal die Geburt mit Ihren einzelnen Schritten und der Weg des Babys durch das Becken. Es wurde viel über die Beteiligung und Wichtigkeit der Männer und die Möglichkeiten Ihrer Unterstützung während der Wehen Phase gesprochen. Auch ein praktischer Teil, in welchem wir Frauen von unseren Männern massiert wurden war dabei. Wir haben auch über mögliche Geburtsverletzungen, den Kaiserschnitt und das Wochenbett gesprochen. Am Ende der vierten Kursstunde haben wir gemeinsam verschiedenen Tragemöglichkeiten wie statische Tragen und Tragetücher getestet.

Ohne wirklich etwas darüber zu wissen, war ich erst gegen ein Tragetuch. Ich stellte mir das zu kompliziert und umständlich vor. Aber Vroni zeigte uns sehr einfache Tragetuch Hacks und wie wir die Tücher schnell binden können. Der Vorteil ist einfach, dass sich ein Tuch dem Neugeborenen anpasst. Die Einfachheit hat Chris und mich überzeugt und wir haben nach dem Kurs direkt über die Plattform Mamikreisel ein Manduca Tragetuch bestellt. Mal abwarten ob unser Mini Assmann das Tuch genauso gerne mag wie wir.

Rundum glücklich mit dem gemeinsamen Erlebnis Geburtsvorbereitungkurs

Die Partnerabende waren wirklich schön. Alle Paare waren offen und wir hatten eine großartige Zeit zusammen. Besonders schön war es, dass die Männer detailliert über die Geburt informiert wurden – ohne Hechel und Atemübungen, ohne Horror Geschichten, sondern einfach nur das Wunder erklärt bekommen haben. Ich bin mir sicher, die Geburt, egal welche Form, schweißt Paare enorm zusammen und die Männer sind furchtbar stolz auf Ihre Frauen. Auf diese Erfahrung freue ich mich schon sehr.

Es war wunderbar die Zeit dort ganz bewusst mit Chris zu verbringen. Uns gemeinsam, zur gleichen Zeit, nur um uns, die Geburt unseres Baby Assmanns und die Abläufe zu kümmern.

Ab jetzt gehe ich wieder allein zum Kurs. Ich freue mich auf die kommenden drei Abende und werde Dich im nächsten Blog Artikel wieder mit in die gemütliche Hebammenpraxis nehmen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Deinem Geburtsvorbereitungskurs gemacht? Was war Dein Highlight an den Partnerabenden und was hat Dir gar nicht gefallen? Ich freue mich sehr über Austausch und Deine Geschichte.

Liebe Grüße, Ilka

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