#AssmannRocks

Event & Social Media Management
Life as a freelancer

Mein persönlicher Selbstdisziplin Garant

Neben vielen, großartigen Vorteilen der Selbstständigkeit und des selbst bestimmten Arbeitens, gibt es natürlich auch den ein oder anderen Nachteil. Für mich kann ich da definitiv die fehlenden Kollegen nennen. Es ist schon etwas anderes allein zu arbeiten, im Home-Office diszipliniert zu sein und sich stetig selbst zu motivieren. Der ein oder andere Kollegen Plausch, die gemeinsamen „Kaffeekränzchen“ oder Mittagspausen fehlen mir schon.

Ich hatte in meiner Festanstellung als Eventmanagerin ganz wunderbare Kolleginnen. Der tägliche Austausch im Büro, beruflich sowie privat hat mir immer große Freude gemacht und wir waren fünf Jahre ein tolles Team. Während dieser Zeit habe ich auch ab und zu Tage im Home-Office verbracht und mich danach mit meiner Kollegin über die Unterschiede ausgetauscht. Wir waren beide euphorisch nach so einem Tag außerhalb des Büros und darüber, wie viel man in kürzerer Zeit schafft.

Klar, im Home-Office gibt es kein störendes Telefon was dich immer wieder rausbringt, keine Kollegen die Unterstützung von dir brauchen oder Meetings, die immer viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir schätzen diese Tage total – allerdings gerade deswegen, weil wir es nicht regelmäßig gemacht haben.

Als ich mich im August selbstständig gemacht habe, freute ich mich durch die positive Home-Office Erfahrung total auf die Zeit zu Hause, um in meinem kleinen Büro zu arbeiten. Die ersten Wochen waren fantastisch! Selbstbestimmtes Arbeiten, humane Aufstehzeiten, dann Pause machen, wenn mir danach ist, anstatt routiniert zu einer gewissen Zeit Mittagspause oder Kaffeepause zu machen und vor allem ohne Ablenkung zu arbeiten. Das waren meine absoluten Highlights in den ersten Wochen der Selbstständigkeit.

Doch so langsam schlich sich bei mir eine kleine Unzufriedenheit ein. Zuerst konnte ich es nicht wirklich greifen und war mir nicht sicher woran diese lag. Ich habe verschiedenes probiert, um herauszufinden, woran es liegt, dass ich abends manchmal unausgeglichen war und manchmal auch etwas mürrisch (sorry dafür Ehemann). Als erstes habe ich probiert in mein Selbst bestimmtes Arbeiten wieder etwas Routine einzubringen. Ich habe mir Pausenzeiten verordnet, die immer zu kurz kamen, da ich einfach werkelte und werkelte und vergaß ausreichend Pause zu machen. Das funktioniert wirklich gut und ich merke wie sehr ich diese bewussten Pausen brauche, um wieder motiviert an die Arbeit zu gehen. Ich musste allerdings lernen, was ich in der Pause mache – denn den Fernseher an zu schalten und mich ins Wohnzimmer setzen, war ganz am Anfang meine Art Pause zu machen. Tja, was soll ich sagen, das hat nicht wirklich funktioniert.

Entweder ich war nach einer halben Stunde vollends demotiviert zu arbeiten oder ich war absolut nicht erholt. Also habe ich angefangen Podcasts zu hören, mich kurz zu entspannen oder spazieren zu gehen. Seitdem liebe ich meine Pausen, gehe spazieren und höre dabei eine Podcast Folge. Dadurch bekomme ich meinen Kopf frei – noch besser sogar – meistens bekomme ich dadurch neue kreative Ideen. Ich merkte also, wie die bewussten Pausenzeiten mich motivierten und ich durch diese kleine Routine disziplinierter arbeiten konnte. Meine neue Kollegin war also gefunden – darf ich vorstellen Ihr Name ist Podcast. (Achtung Humor)! Natürlich ersetzen meine Podcasts keinen Face to Face Kollegen Austausch, das soll es auch gar nicht. Vielmehr ist es für mich als Selbstständige die Möglichkeit im Arbeitsalltag verschiedenen Inhalte zu bekommen, die mich weiterbringen. So in etwas, wie ein Gespräch unter Kollegen, wenn man mal stockt und nicht wirklich weiterkommt. Dann hilft die Ansicht von außen oder eine kurze Pause auch Wunder.

Mein Garant für die neu gewonnene Selbstdisziplin ist Kerstin Wemheuer zu verdanken. Sie hat in Ihrem Podcast #fuckeinfachmachen eine Folge aufgenommen, in der sie darüber spricht, wie sie morgens motiviert in den Tag startet. (Folge 053: Wie du mit einer Morgenroutine den Tag für dich gewinnst.) Seit ich diese Folge gehört hatte, war ich Feuer und Flamme und dachte mir, das mache ich auch.

Seit ca. 2 Monaten starte ich nun jeden Tag gleich (jedenfalls so ziemlich gleich). Es ist Wahnsinn, wie sich meine Selbstdisziplin verbessert hat und ich dadurch einen effektiven Tagesablauf schaffe. Tadaaaa – meine Morgenroutine ist der Schlüssel für einen Powerstart in den Tag, der Garant für gute Laune und Motivation sowie mein Rezept gegen Kollegenvermissung.

Weil ich einen so tollen Aha-Moment durch die wunderbaren Kerstin Wemheuer hatte und du eventuell auch Interesse an dem Thema hast, möchte ich meine persönliche Morgenroutine mit dir teilen.

  • Nach dem Aufwachen im Bett kurze Podcast Folgen von ca. 10 Minuten hören (Laura Malina Seiler – Powertalk, Caroline Preuss – Go for it, Kerstin Wemheuer - #fuckeinfachmachen)
  • Zähne putzen und dabei 30 Squads machen
  • Tee kochen, damit ich direkt morgens ausreichend trinke
  • 10 Minuten Sport und Dehnungsübungen
  • Spiegel Talk (wenn ich mal einen schlechten Morgen habe, hilft mir das mich selber zu motivieren)
  • Zielsetzung für den Tag, und zwar schriftlich

Ich hoffe ich konnte dir einen neuen Input für Selbst diszipliniertes Arbeiten geben und freue mich über dein Feedback.

Deine Ilka

PS: Podcast Tipps

Seit einiger Zeit höre ich viel von Laura Malina Seiler. Sie hat eine super angenehme Stimme, beleuchtet interessante Themen und bringt diese sehr schön auf den Punkt. Sie redet nicht viel drum herum – das liebe ich sehr. Sie hat spannende Interview Partner, die mich als Selbstständige top motivieren und mich auf wunderbar neue Gedanken bringen. Sehr gefallen hat mir zum Beispiel das schöne Interview mit Sara Nuru oder das mit Mona Mayr von Langhaarmädchen.

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