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Plötzlich raus aus dem Berufsleben – Willkommen Mutterschutz

Mit einem Mal raus aus dem Beruf und dem Alltag zu sein. Keine morgendliche Routine mehr mit Aufstehen, fertig machen, mich auf mein Rad schwingen und zur Arbeit fahren. Keine Kundentermine, Veranstaltungen, Kollegen Pläuschchen und Meetings mehr. Von 100 auf 0 – verrückt ist das. Ich bin im Mutterschutz und habe nun als neue Aufgabe, meine volle Konzentration auf Baby Assmann zu legen.

Selbstverständlich ist die neu gewonnene Freiheit super – keine Frage, es ist wunderbar sich Zeit lassen zu können, zu entspannen, ausgiebig zu frühstücken und die Gedanken frei zu lassen. Aber eben nur für die Menschen, die der Typ dafür sind. Ich bin es bedingt bzw. muss ich lernen mit meinem neuen Alltag Freund zu werden. Als Eventmanagerin habe ich gerne To Do´s, schreibe mir Listen, strukturiere meinen Alltag, beruflich wie privat, und bin gerne die, die alles im Griff hat.

Respekt vor dem Mutterschutz und der „freien Zeit“

Ich habe mir immer wieder Gedanken zu meinem Mutterschutz gemacht und mir folgende Fragen gestellt: „Wie wird es wohl werden, ohne Beruf, ohne Alltagsroutine, ohne meine Kollegen, Kunden und Meetings. Was mache ich mit meiner neu gewonnen Zeit?“ Ich habe Respekt und auch etwas Furcht vor dem noch ungewissen Alltag. So viel freie Zeit geschenkt zu bekommen, ist wahnsinnig wertvoll aber für mich auch etwas beängstigend. Sicherlich kommt die Furcht daher, da ich mein Leben mit meinem Traumberuf und den daran gebundenen Alltag liebe und schätze.

Liebe zu meinem Beruf und die Unsicherheit, wie es nach der Elternzeit weiter geht

Ich bin Eventmanagerin mit Leib und Seele. Die Liebe zu meinem Beruf treibt mich täglich an und ich habe in meiner beruflichen Laufbahn immer versucht, mein eigenes Herz in die einzelnen Veranstaltungen einfließen zu lassen. Wenn man seinen Alltag liebt, fällt es sehr leicht, die Wochentage zu genießen. Genau das war immer mein Bestreben – denn ich kenne den beruflichen Alltag auch anders. Ich war nicht immer in meinem Traumjob und habe meine Leidenschaft täglich ausüben können. Der Weg dahin war etwas steinig, aber wertvoll und nur durch die ein oder andere negative Erfahrung bin ich dort, wo ich sein will. Ich wertschätze meinen Beruf zu 100 % und genieße diesen bereits seit sechs Jahren.

Erfüllung in meinen Job heißt für mich bei Veranstaltungskonzepten mitzuwirken, mit spannenden Kooperationspartnern arbeiten zu dürfen und den Alltag selbstbestimmt und leitend in der Hand zu haben. Ich liebe die Veranstaltungsplanung vom Erstkontakt mit dem Kunden, den Beratungterminen, das Erstellen von Ablaufplänen und die Phase der aufregenden Umsetzung. All diese Aspekte der Veranstaltungsplanung sind so wunderbar und ich gehe absolut darin auf. Daher fällt es mir schwer, mich vorerst komplett rauszunehmen. Von 100 auf 0 berufliche Pflichten runter zu gehen ist enorm. Der Abschied in den Mutterschutz wird auf der einen Seite erleichternd, denn je weiter die Schwangerschaft voran geht, desto intensiver möchte ich bei mir und meinem Baby sein. Auf der anderen Seite steht meine Liebe zum Beruf, welchen ich in und auswendig kenne, hier macht mir nichts Angst – nun folgt ein Schritt in eine ungewisse, nicht planbare Zeit. Aufregend, spannend und unglaublich herausfordernd.

Es wird wundervoll die neue Aufgabe als Mama von Baby Assmann auszufüllen. Die Elternzeit werde ich sehr genießen und mein Baby hoffentlich zu einem wunderbaren Menschen formen. Der Wiedereinstieg in den Beruf, die neue Form des Alltags in Kombination mit Baby und Traumberuf, das Wort – Vereinbarkeit, Kind und Karriere zu verbinden – macht mir allerdings schon etwas Angst. Ich kann bei diesem Thema nicht alles planen, in der Hand haben und beeinflussen. Manche Dinge müssen durch Geduld, Zeit und Vertrauen entstehen. Der Moment der Fremdbestimmung ist eine Ausnahme Situation, die ich erst kennen und dann akzeptieren lernen muss.

Vorfreude auf Baby Assmann und den Nestbautrieb

Bevor Mini Assmann auf die Welt kommt, versuche ich mein Bestes und möchte die geschenkte Zeit für mich genießen. Ich versuche mich an den Ratschlägen wie: „Lass dich treiben. Genieße es in den Tag zu starten ohne ein To Do zu haben. Gönne dir Frühstücks-Dates, Shopping und viel Nestbautrieb.“

Da die ganzen Mamis in meinem Umfeld nicht Unrecht haben können, versuche ich Ihre Tipps zu beherzigen. Ich habe mir vorgenommen mich auf die Herausforderung meines neuen Alltags einzulassen und mir keine großen Projekte und Aufgaben zu kreieren. Daher tausche ich Kundenmeetings mit Podcast hören, Bürozeiten mit Spaziergängen in der Natur, Veranstaltungen betreuen mit Nestbautrieb und 9 to 5 Büro mit 24/7 Zeit für mich – hört sich nicht übel an.

Meinen Berufsalltag vermissen heißt nicht, dass ich mich nicht auf die neue Rolle freue. Ich freue mich sogar sehr, denn nach langer Zeit geht Chris und mein Herzenswunsch in Erfüllung. Wir werden Eltern und bekommen unser Traumkind. Es wird wunderbar und unsere wertvollste und wichtigste Aufgabe im Leben werden. HERE I COME Mutterschutz!

Hattest Du ähnliche Gedanken vor Deinem Mutterschutz oder konntest Du Dich ab Tag eins bereits komplett damit wohlfühlen? Vielleicht magst Du ja Deine Gedanken mit mir teilen. Ich freue mich auf Dein Feedback oder einen Austausch zum Thema Mutterschutz und plötzlich raus aus dem Berufsleben.

Cheers, Ilka

Ein Kommentar

  • Uli

    Bei mir ist es zwar ein kleines Weilchen her, aber ich erinnere mich, dass der Nestbautrieb erstmal sehr ausgeprägt war! Erst verwandelte ich mich von einer Businessfrau in eine Art Martha Stewart, die zuhause alles im Griff haben wollte. Es war halt ganz schwer auszuhalten, nur noch etwas für sich und das da kommende Glück tun zu sollen! Aber dann fanden Erwartung an mich selbst und Instinkt langsam ihre Balance. Und ich fand auch wieder Zeit für die Dinge außerhalb von einer Rollendefinition, also die mich ausmachen. Diese Dinge habe ich bis heute beibehalten.
    Tolle Idee mit dem Blog 😉

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