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Raus aus der Tabuecke – das Wochenbett

Darüber spricht keiner von sich aus, aber es ist ein sehr wichtiges Thema für Neu Mamas. Letzte Woche hatte ich einen Termin mit meiner Hebamme und konnte Ihr alle Fragen stellen, die mir derzeit im Kopf rumschwirren. Mich interessierte vor allem, alles zu der Zeit im Wochenbett und der Nachsorge Behandlung. Wir sprachen über nützliche Hygiene Produkte für die erste Zeit, auf was ich in meinem individuellen Fall verzichten kann und was ich noch vorab einkaufen sollte. Da jede Frau, jede Geburt individuell ist, habe ich mich entschieden, mich zwar viel zu informieren aber dann auf meine Hebamme zu vertrauen und nicht blindlinks alles zu kaufen, was auf verschiedenen Wochenbett Listen steht.

Babyblues und Wochenbett Depression

Auch Vroni, die Hebamme aus dem Geburtsvorbereitungskurs hat mir nützliche Informationen über die Zeit im Wochenbett gegeben. Nicht unbedingt zu Produkten, die man kaufen sollte, sondern eher über die emotionale Umstellung. Durch den Hormonverlust kann es bei einigen Frauen mehr, bei anderen weniger zu regelrechten Weinattacken kommen. Ich finde es wichtig, egal ob es bei mir so sein wird oder nicht, davon gehört zu haben. Themen wie Babyblues oder die Wochenbett Depression sind viel zu selten ausgesprochene Punkte unter Frauen. Vielleicht möchte sich keine Neu Mama dazu äußern, weil es sehr intim ist und die betroffenen sich für die eigenen Gefühle schämen.

Wir haben im Geburtsvorbereitungskurs ein paar Tipps bekommen, wie der Partner, erste Anzeichen einer Wochenbett Depression erkennen kann. Ein typisches Anzeichen sei wohl der totale Perfektionismus, den die Hebamme in der Nachsorge bei Neu Eltern entdeckt. Zum Beispiel, wenn die Wohnung blitzt, die Mama hübsch zurecht gemacht ist, egal zu welcher Uhrzeit. Häufig erkennt man Depressionen daran, dass die Mama versucht alles perfekt hinzubekommen – wenn der Besuch dann wieder weg ist, fällt das Kartenhaus zusammen. Auf solche Anzeichen soll der Partner achten und den Kontakt zur Hebamme suchen. Wenn man offen mit dem Thema umgeht, Überforderung zugibt und bereit ist, sich helfen zu lassen, ist eine Wochenbett Depression gut zu behandeln.

So individuell wie jeder Mensch ist – es gibt kein Power Rezept für alle

Vielleicht werde ich eine der Mamas sein, die mit einem starken Babyblues kämpfen wird. Vielleicht werde ich im Wochenbett viel weinen, vielleicht überfordern mich die ganzen Hormone, Baby Assmann, die neue Situation mit Baby und alles was dazu gehört – wer weiß. Es kommt viel auf den eigenen Charakter an, welche Unterstützung man in der Anfangszeit hat, ob der Partner zu Hause mithelfen kann, ob man einen Kaiserschnitt hatte oder eine natürliche Geburt. Je nach körperlichen Einschränkungen ändert sich die Anforderung im Wochenbett und auch das Baby hat seinen eigenen Charakter und wird unterschiedliche Ansprüche haben. Ich bin dankbar, dass mich meine Hebamme ausreichend darüber informiert hat. So weiß ich, dass alles innerhalb der ersten Wochen normal ist und wir gemeinsam einen Weg finden, meine individuelle Situation zu meistern.

Allgemeine Tipps für das Wochenbett

Nach meiner Recherche im Internet, bei Mama Bloggern, Gesprächen mit Freundinnen, die bereits ein Wochenbett hinter sich haben und Tipps meiner Hebamme, kristallisierten sich immer wieder gleiche Punkte raus. Diese habe ich unten notiert und ganz bewusst neutral gehalten. Es sind fünf Tipps für die erste Zeit im Wochenbett.

5 Tipps für die ersten Tage und Wochen

  1. Nimm die Zeit, nicht zu viel Besuch, komm zur Ruhe und lernt Euch als Familie kennen.
  2. Alle Anträge vor der Geburt so gut es geht vorbereiten.
  3. Tiefkühlessen und Basisprodukte vorab einkaufen.
  4. Viel Haut auf Haut Kontakt mit dem Baby. Auch der Papa soll ganz viel Bonding Zeit bekommen.
  5. Langsam machen und nicht zu viel von sich selbst erwarten. Sich auf die eigenen Bedürfnisse und die des Babys konzentrieren.

Es wird trotz der Herausforderungen, die man vorab schlichtweg nicht einschätzen kann, eine einzigartige Zeit. Ich habe mir vorgenommen, ganz konträr zu meinen strukturierten Wesen, mich treiben zu lassen. Die Zeit zu genießen und dankbar zu sein. Meine Schwangerschaft und Baby Assmann haben mich bereits zu einer viel gelasseneren Frau gemacht. Das möchte ich mir weiter behalten und mich auf alles freuen, was kommt. Chris und ich werden das gemeinsam ganz wunderbar schaffen und Baby Assmann wird uns dabei helfen.

Wenn Du weitere Tipps zum Wochenbett hast, die Du gerne teilen möchtest, dann freue ich mich über Dein Feedback. Vielleicht steckst Du ja auch gerade mitten in Deinem Wochenbett und hast Dein Baby bereits daheim bei Dir – genieße die Zeit.

Ganz liebe Grüße, Ilka

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