Fünf Fragen

Sophie Döde: Be bold be unique! Zeig der Welt wie du dich siehst und hau es raus.

Was ein wunderschöner Mensch. Ich hatte das Vergnügen mich mit einer großartigen Frau, die nicht nur von außen, sondern vor allem von innen her strahlt, zu unterhalten. Sophie Döde ist mit 31 Jahren bei sich angekommen. Das spürt man bei jedem Satz, den sie von sich gibt. Es gibt selten diese Menschen, mit denen man direkt connectet und eine Verbindung spürt. Ich kann sagen, dass ich genau dieses Gefühl im Gespräch mit Sophie hatte. Vom ersten Moment an war da diese Offenheit, Ehrlichkeit und enorme Sympathie. Danke liebe Sophie, für Deine Zeit und Deine unglaublich inspirierende Persönlichkeit.

Sophie ist Content Creator und vor allem auf Instagram unter dem Namen: helisophilia unterwegs. Ihr Name sagt bereits viel über Ihre Persönlichkeit aus. Das Wort Heliophilia kommt aus dem Griechischen und bedeutet: desire to stay in the sun; love of sunlight. Mit der Einbindung Ihres Vornamens entstand daraus ihr Instagram Name. Sophie legt viel Leidenschaft und Arbeit in Ihren Social Media Auftritt, arbeitet mit großen Marken zusammen und hat es mit viel Fleiß geschafft, innerhalb von 2 Jahren ihre Followerzahl zu verdreifachen. Ich wollte von ihr wissen, wie sie das geschafft hat, was ihr Instagram bedeutet und wie die „Rise up and Shine“- Uni, von Laura Malina Seiler, ihr Leben verändert hat.

  • 1) Liebe Sophie, Du beschäftigst Dich viel mit Persönlichkeitsentwicklung und Selbstliebe. Um tiefer in das Thema einzusteigen, absolvierst Du bereits zum zweiten Mal die „Rise up and shine“- Uni von Laura-Malina Seiler. Was hat sich für Dich, persönlich, wie beruflich dadurch verändert?

Es hat sich alles für mich verändert. Ich habe gelernt tief in mich hineinzuschauen. Wieder eine Connection zu mir aufzubauen und gelernt wieder auf meine Intuition zu hören. Der Weg war sehr schmerzvoll, aber auf eine liebevolle Art und Weise. Die Bedeutung von dem Wort Dankbarkeit, hat meinen Fokus im Leben geändert. Ich dachte lange Zeit ich bin zu bunt, zu laut, zu blond. Der Satz: „Sophie komm mal runter.“, Die Bitte: „Sophie füge dich ein.“ – hat mein Leben immer begleitet. Ich habe geglaubt, es liegt an mir und ich passe nicht dazu. Durch die „Rise up and Shine”-Uni habe ich in mich gehört, ich habe auf mich gehört und vor allem mich in den Mittelpunkt gestellt. Das hat alles verändert. Mit der Erkenntnis und dem Annehmen wer ich bin, sind auf einmal viele Wunder passiert. Ich bin wieder verankert in der Welt. Ich bin ehrlich zu mir und habe für mich erkannt, dass es ok ist, wie ich bin. Ich bin gerne das Unicorn in einem Raum. Wer das nicht mag und nicht gut findet, hey, das ist ok.

Jeder Mensch sollte herausfinden, wer er/sie ist, wo die Talente liegen und dann Vollgas raus damit in die Welt. Du wirst immer die Menschen anziehen, die das Schätzen.

Beruflich habe ich mir lange Zeit eingeredet, dass das Angestelltenverhältnis der richtige Weg sei. Ich fühle mich aber in unternehmerischen Strukturen nicht komplett wohl und nun ist der Zeitpunkt gekommen, auf mich zu hören. Ich habe zu wenig auf mich aufgepasst, neige dazu, mich zu sehr in etwas hineinzustürzen und will nun wieder mehr Gleichgewicht in mein Leben bringen. Ab Juni beginnt ein neues Kapitel. Mit meiner Selbstständigkeit will ich mich neu positionieren. Sicherlich werde ich weiterhin in meinem Kernbereich: Social Media Consulting bleiben, aber ich bin offen für verschiedene Projekte. Ich will mich ausprobieren, als Content Creator tiefer einsteigen und erstmal schauen, was ich eigentlich will. Vieles wird sich ergeben – der Weg ist frei.

  • 2) Content Creator bist Du täglich auf Instagram aktiv. Was bedeutet Dir Social Media, insbesondere Instagram und für was willst Du dort stehen?

Mein Feed auf Instagram ist wie mein virtuelles Tagebuch. Es mag verrückt klingen, aber ich kann mich durch meine Outfits an meine Gefühle, während das Foto entstanden ist, erinnern. Manche Menschen kennen das vielleicht von Gerüchen. Bestimmte Parfüme verbindet man mit Lebensabschnitten oder Menschen. Meine Gefühle spiegeln sich in meinem Feed, in meinen Outfits wider.

In Zukunft möchte ich meinen Content in die Richtung Body Positivity lenken und mehr tiefgründigen Inhalt zum Thema machen. Frauen mit Kurven, mit Ecken und Kanten sind wunderbar, wie sie sind. Das sollte selbstsicher und selbstbewusst im Fokus stehen. Ich will vor allem ich sein, mit allem was mich ausmacht. Mir die „Erlaubnis“ zu geben, alles sein zu dürfen: Politik, Fashion, Beauty, Body Positivity, Mindfulness – einfach alles.

Die Message: Be bold be unique – sei einfach du. Trau dich, du selbst zu sein. Zeig der Welt wie du dich siehst und hau es raus. Genau das ist mein Ziel und dafür will ich stehen.

  • 3) Mit fast 40 K Followern ist Dein Account in den letzten zwei Jahren enorm gewachsen. Wie hast Du das geschafft? Welche wertvollen Tipps kannst Du weitergeben?
  • Sei Aktiv. Like und kommentiere die Bilder anderer Creator. Es ist ein Geben und Nehmen, sich mit anderen zusammentun und gegenseitig unterstützen hilft enorm. Beziehungen aufbauen und pflegen.
  • Sei proaktiv und gib dir Mühe. Selbst Unternehmen anschreiben und Ideen für eine Zusammenarbeit pitchen. Kreative Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Produkt mit dem eigenen Content vermarkten könnte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen oft sehr dankbar für Eigeninitiative sind. Man selbst sollte als die eigene Kreativ-Agentur agieren und sich individuell für die jeweilige Marke/das Produkt etwas Sinnvolles überlegen.
  • Teste und nutze alle Funktionen die Instagram bietet. Fanbase integrieren. Fragen stellen, raus aus der Reserve kommen. Der Feed kann schön sein, aber in den Stories sollte man mehr zeigen. Zum Beispiel lustig sein, einfach das normale Leben zeigen. Keiner will Perfektionismus in den Stories sehen.
  • Setzte Location Tags. Zum Beispiel in der Stadt die Sehenswürdigkeiten, die Cafés, die Bars etc. nutzen und immer vertaggen. So kommt man in die Location Stories und kann neue Follower auf sich aufmerksam machen.
  • Sei facettenreich, transparent, verrückt, kreativ.
  • Sei zuverlässig. Langfristige Kooperationen und Beziehungen aufbauen.
  • Wähle Kooperationspartner authentisch aus. Frage Dich selbst:Was mag ich gerne, was bin ich?Was passt in meinen Alltag? Welches Produkt passt zur aktuellen Lebensphase?
  • 4) Verschiedene Farbwelten, Fashionbilder, kontrastreich und immer in Szene gesetzt. Wie viel Arbeit und Zeit steckt hinter helisophilia?

Es ist schon viel Arbeit, aber Arbeit, die sich nicht so anfühlt. Es macht vor allem Spaß und mein Mann und ich versuchen keinen Druck entstehen zu lassen. Mal shooten wir 3-4 Stunden, mal kürzer – aber ohne Vorplanung geht es nicht. Ich nutze die App Plann und habe dort ein Portfolio von ca. 30 bis 40 Bildern. Damit mein Feed harmonisch bleibt und die Farbwelten stimmig sind, nutze ich auch mal ältere Bilder. Das Schöne an Plann ist, dass ich dort eine Art „Memory“ spielen kann. Die App ermöglicht mir Freiheit und Flexibilität in der Bilderauswahl. Selbst wenn ich auf ein älteres Bild zurückgreife, weil es einfach besser in den Feed passt, ist die jeweilige Caption zum Bild immer aktuell. Grundsätzlich überlege ich mir: Wer ist Sophie im Frühling, im Winter, im Herbst..etc. Ich nutze die Modegeschäfte. Instagram oder Pinterest als Inspirationsquellen. Um Outfits für neue Bilder zusammenzustellen, lege ich verschiedene Klamotten aufs Bett, das ist dann mein Moodboard. Mein Stil ist immer feminin mit einem Touch rockig. Ich liebe Kontraste und versuche immer einen Fokus zu setzen. Zum Beispiel bei Farben, im Herbst eher Brauntöne, zu Weihnachten das klassische Rot und im Frühling Pastell.

Wir versuchen die Content Creation in unseren Alltag zu integrieren. Da ich noch Vollzeit arbeite, produzieren mein Mann und ich am Wochenende vor. Wenn wir uns morgens einen Kaffee holen machen wir auf dem Weg ein Bild, dann ziehe ich mich in ruhe zu Hause um und wir shooten ein weiteres Outfit. Wir wollen keinen Druck, versuchen es so natürlich wie möglich in unseren Tagesablauf einzubinden.

Unser Ziel ist nie die Suche nach dem nächsten Erfolgsbild – es soll vorrangig Spaß machen.

Dennoch passiert es, dass mal mehrere Kooperationen gleichzeitig fertig werden müssen. Dann heißt es durchziehen. Verschiedenen Outfits packen, umziehen auf Toiletten, verschiedene Locations anfahren und das Licht so gut es geht ausnutzen. Hier in Lissabon sind wir sehr verwöhnt – gefühlt ist hinter jeder Ecke ein wunderschöner Fotospot.

Perfektionismus ablegen – Druck rausnehmen

Je mehr man vom eigenen Perfektionismus loskommt, desto leichter geht es von der Hand. Mein Alltag als Content Creator, wie ich es auslebe und wie weit es mich bringt, steht und fällt mit meinem Partner. Wir haben uns als Team gefunden, mein Mann hat mittlerweile richtig Spaß daran. Ohne sein Verständnis ginge es nicht oder nur schwer.

Um die Stories mit Leben zu füllen, filme ich immer zwischendurch, speichere diese für abends ab und bearbeite alles in Ruhe auf der Couch. Die einzelnen Story Snippets bearbeite ich mit verschiedenen Apps wie Lightroom, Facetune, Tezza für Vintage Filter oder Pixaloop. Ich habe bereits viele auf mich abgestimmten Templates erstellt, so geht Story editieren recht schnell. In den Stories zeige ich mich echt, persönlich, auch mal lustig, ich nehme das Blogger Leben etwas auf die Schippe und versuche das Alles nicht allzu ernst zu nehmen. Für Story Kooperationen nehme ich mir mehr Zeit und gestalte eine oft aufwendige und professionellere Storyline. Diese speichere ich dann auch in den Highlights ab.

Social Media soll leicht sein. Es soll Spaß machen und für mich ein Weg sein, mich auszudrücken. Kein Druck, kein Neid, kein Vergleichen mit anderen und kein „ich muss“ – Moment soll entstehen.

  • 5) Was glaubst du, wie entwickelt sich Instagram in den nächsten Jahren? 

Ich sehe noch kein großes Netzwerk, was instagram ersetzten würde. Solange Instagram weiterhin so innovativ ist, schnell Hype Funktionen wie zum Beispiel Reels ermöglicht, wird es bleiben und sehr im Alltag der Menschen verankert sein. Ich glaube der Trend geht immer weiter zu Nischen Influenzern, Unternehmen und Marken setzen eher auf Micro Influenzer und längere Partnerschaften. Es werden Clubs gebildet und Brand Ambassadors aufgebaut. Ich glaube es ist für jeden Menschen die Chance gegeben, sich auf Instagram sichtbar zu machen und mit seiner Message gesehen zu werden.

Sophie Döde

Instagram: helisophilia

Sophie ist ein Münchner Kindl, hat Tourismusmanagement studiert, ist verheiratet und vor zwei Jahren nach Lissabon ausgewandert. Neben ihrem Studium begann Sophie ihre Online Marketing Karriere. Seit acht Jahren arbeitet sie bereits bei den Online Birds und bekam vor zwei Jahren die Möglichkeit Head of Operations in Lissabon zu werden. Sie leitet ein Team von elf Leuten, hat sich Im Unternehmen weitergebildet zur Corporate Happiness Managerin und wagt dieses Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit. Ab Juni wird Sophie sich erstmal nur um sich selbst kümmern, Ihre Gesundheit wieder in den Vordergrund stellen, herausfinden, wo ihre berufliche Leidenschaft liegt und Ihren, bereits sehr erfolgreichen Instagram Auftritt, weiter voranbringen.

4 Kommentare

  • Gabriele Papadopoulos

    Danke für den interessanten und aufschlussreichen Bericht über eine wunderbaren Frau, die selbstbewusst im Leben steht!
    Eine Followerin

    • AssmannRocksMunich

      Liebe Gabriele, vielen Dank für die wunderschönen Worte. Es ist immer total schön, direktes Feedback zu bekommen. Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und ein tolles Wochenende.
      Liebe Grüße 🙂

  • Diana

    So ein herzlicher und ehrlicher Artikel!
    Sophie ist ein strahlender Stern, das weiß ich und das lese ich heraus! 💫
    DANKE ❤️

    • AssmannRocksMunich

      Liebe Diana,
      vielen Dank für Deine wertschätzenden Worte. Es ist wahnsinnig schön, direktes Feedback von meinen Lesern zu bekommen. Dann weiß ich wieder genau, warum ich das Ganze mache.
      Sophie hat es mir auch sehr leicht gemacht 🙂
      Liebe Grüße
      Ilka

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